Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Die Bedingungen, zu denen wir Maildeck bereitstellen. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmen.
Stand: 1. Oktober 2026
1. Geltungsbereich
Diese Bedingungen gelten für alle Verträge zwischen Manuel Grasse, handelnd unter der Geschäftsbezeichnung kreativwolke, Alte Stollberger Straße 6b, 08297 Zwönitz (nachfolgend „Anbieter“), und dem Kunden über die Nutzung von Maildeck.
Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, an juristische Personen des öffentlichen Rechts und an öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, als Unternehmer zu handeln. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, soweit der Anbieter ihnen schriftlich zustimmt.
2. Leistungsgegenstand
Der Anbieter stellt dem Kunden eine eigene, im Internet erreichbare Installation der Software Maildeck bereit (nachfolgend „Instanz“). Die Instanz verbindet sich über IMAP und SMTP mit den E-Mail-Postfächern des Kunden, ordnet eingehende Nachrichten nach Regeln und mithilfe eines Sprachmodells ein, schlägt Aktionen vor oder führt sie nach den Einstellungen des Kunden aus und erstellt Antwortentwürfe. Die Postfächer selbst verbleiben beim E-Mail-Anbieter des Kunden.
Die Anzahl der anbindbaren Postfächer und weitere Grenzen ergeben sich aus dem gebuchten Plan. Die Nutzung des Sprachmodells ist im Rahmen einer gewöhnlichen geschäftlichen Nutzung enthalten. Übersteigt die Nutzung diesen Rahmen erheblich, informiert der Anbieter den Kunden und bietet einen passenden Plan an, bevor er die Leistung einschränkt.
Der Anbieter entwickelt die Software fortlaufend weiter. Änderungen, die den vertraglich geschuldeten Umfang nicht wesentlich einschränken, gelten als vereinbart.
3. Testphase
Nach der Registrierung kann der Kunde Maildeck 14 Tage unentgeltlich testen. Die Testphase endet automatisch; sie geht nicht ohne Bestellung in ein kostenpflichtiges Abo über. Bestellt der Kunde nicht, wird die Instanz nach Ablauf gesperrt (Ziffer 6).
Bestellt der Kunde während der Testphase, beginnt der bezahlte Zeitraum mit dem Ende der Testphase.
4. Vertragsschluss und Laufzeit
Mit der Registrierung kommt ein unentgeltlicher Nutzungsvertrag für die Testphase zustande. Der kostenpflichtige Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde in seinem Konto auf „Zahlungspflichtig bestellen“ klickt und die erste Zahlung autorisiert.
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und verlängert sich jeweils um den gewählten Abrechnungszeitraum (ein Monat oder ein Jahr). Der Kunde kann jederzeit in seinem Konto zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen. Der Anbieter kann mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende eines Abrechnungszeitraums kündigen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.
Ein Wechsel des Plans ist jederzeit möglich. Zusätzliche Postfächer stehen sofort zur Verfügung; der neue Preis gilt ab dem nächsten Abrechnungszeitraum.
5. Preise und Zahlung
Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Website und im Konto angegebenen Preise. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Bei Kunden mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der EU und gültiger Umsatzsteuer-Identifikationsnummer erfolgt die Abrechnung ohne Umsatzsteuer (Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers).
Die Zahlung erfolgt im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum über den Zahlungsdienstleister Mollie B.V. per SEPA-Lastschrift, Kreditkarte oder einem anderen dort angebotenen Verfahren. Der Kunde erteilt dazu ein Mandat für wiederkehrende Zahlungen. Rechnungen stellt der Anbieter elektronisch aus und übermittelt sie per E-Mail.
Der Anbieter kann die Preise mit einer Ankündigungsfrist von sechs Wochen zum Ende eines Abrechnungszeitraums anpassen. Der Kunde kann in diesem Fall bis zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.
6. Zahlungsverzug und Sperre
Schlägt eine Zahlung fehl oder wird sie zurückgebucht, informiert der Anbieter den Kunden. Wird der offene Betrag nicht innerhalb von 7 Tagen beglichen, darf der Anbieter die Instanz sperren. Gleiches gilt nach Ablauf der Testphase ohne Bestellung und nach dem Ende eines gekündigten Vertrags.
Während der Sperre ruht die Verarbeitung; die Daten der Instanz bleiben erhalten. Mit Ausgleich der offenen Zahlung oder einer neuen Bestellung hebt der Anbieter die Sperre unverzüglich auf. Kosten einer Rücklastschrift, die der Kunde zu vertreten hat, trägt der Kunde.
7. Pflichten des Kunden
Der Kunde ist berechtigt, die Postfächer zu verbinden, die er in Maildeck hinterlegt. Er verwendet nach Möglichkeit App-Passwörter, hält seine Zugangsdaten geheim und meldet dem Anbieter unverzüglich jeden Verdacht auf unbefugte Nutzung.
Der Kunde verantwortet die Regeln und Einstellungen, die er hinterlegt, sowie die Nachrichten, die er aus Maildeck versendet. Antwortentwürfe sind Vorschläge; der Kunde prüft sie vor dem Versand. Er informiert seine Kommunikationspartner, soweit dies datenschutzrechtlich erforderlich ist, über die Verarbeitung ihrer Nachrichten.
8. Verfügbarkeit und Support
Der Anbieter stellt die Instanz mit einer Verfügbarkeit von 99 Prozent im Jahresmittel bereit, gemessen am Zugang zur Anwendung. Ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster und Störungen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat, insbesondere Ausfälle des E-Mail-Anbieters des Kunden oder des Anbieters des Sprachmodells.
Support leistet der Anbieter per E-Mail an Werktagen. Der Umfang richtet sich nach dem gebuchten Plan.
9. Daten, Datenschutz und Vertragsende
Der Kunde bleibt Inhaber seiner Daten. Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten in den Nachrichten des Kunden ausschließlich in dessen Auftrag. Die Einzelheiten regelt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung, der Bestandteil dieses Vertrags ist.
Nach Vertragsende oder dem Ablauf der Testphase bleibt die gesperrte Instanz 90 Tage erhalten, damit der Kunde zurückkehren oder seine Einstellungen exportieren kann. Danach löscht der Anbieter die Instanz samt aller Daten. Auf Wunsch des Kunden löscht er früher. Die Nachrichten selbst liegen beim E-Mail-Anbieter des Kunden und sind davon nicht betroffen.
10. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet er nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
Die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ist der Höhe nach auf das vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlte Entgelt begrenzt. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
Die Einordnung durch das Sprachmodell erfolgt automatisiert und kann im Einzelfall falsch sein. Verschobene Nachrichten bleiben im Postfach des Kunden erhalten; jeder Eingriff ist protokolliert und lässt sich rückgängig machen. Der Anbieter schuldet keine inhaltliche Richtigkeit einzelner Einordnungen oder Entwürfe.
11. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten ist der Sitz des Anbieters, soweit der Kunde Kaufmann ist.
Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Änderungen dieser Bedingungen teilt der Anbieter dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mit; sie gelten als genehmigt, wenn der Kunde nicht bis zum Inkrafttreten widerspricht. Auf diese Folge weist der Anbieter in der Mitteilung hin.